4. Mai 2012 06:25 Uhr
Ob Schüler wegen ihrer Hausaufgaben oder nur zum Spielen vor dem Computer hängen, macht keinen Unterschied. Ein internationales Forscherteam hat im Fachmagazin "The Lancet" vor einer Epidemie der Kurzsichtigkeit gewarnt. Der Grund sei die moderne Lebensweise, bei der Schüler mehr Zeit drinnen vor dem Computer als draußen zum Spielen verbrächten. Bereits 80 bis 90 Prozent der Schulabgänger in den Städten Chinas oder Japans müssten eine Brille tragen. Einen ähnlichen, wenn auch etwas schwächeren Trend gebe es in Nordamerika und Europa.
Die Wissenschaftler der Australian University in Canberra führen das auf den Mangel von direktem Sonnenlicht zurück.
Dieser Lichtmangel verringere den Gehalt des Botenstoffes Dopamin. Dieser verhindere normalerweise das zu starke Wachstum des Augapfels, was zu Kurzsichtigkeit führen könne.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)