4. Mai 2012 08:21 Uhr

Gletscher schmelzen nicht so schnell wie befürchtet

Es sind keine guten Nachrichten, aber doch bessere als befürchtet. US-amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass Grönlands Gletscher um knapp ein Drittel schneller schmelzen als noch vor zehn Jahren. Das ist allerdings eine geringere Zunahme als erwartet. In früheren Studien war man davon ausgegangen, dass sich die Schmelzgeschwindigkeit verdoppeln bis verzehnfachen werde. Laut Hochrechnungen hieße das, dass der Meeresspiegel dadurch bis zum Ende des Jahrhunderts um 80 Zentimeter bis zwei Meter ansteigen könnte.

Der neuen Untersuchung zufolge dürfte der Meeresspiegel weniger stark steigen. Von rund 200 beobachteten Eisströmen schmolzen laut dem Bericht einige Gletscher immer schneller. Bei anderen habe sich das Fließverhalten aber kaum verändert oder sogar verlangsamt. Eine Prognose für den Anstieg des Meeresspiegels wollten die Wissenschaftler nicht abgeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)