4. Mai 2012 08:54 Uhr
Es war ein verstörender Anblick. An der Küste Nordperus hatte man Anfang der Woche rund eineinhalbtausend tote Vögel gefunden. Woran die Pelikane und Guanotölpel starben, war bisher unklar. Jetzt sagte Perus Vize-Umweltminister Mariano Castro, die Tiere seien vermutlich verhungert. Die Sardellenschwärme, die Leibspeise der Vögel, seien in tiefere, kältere Gewässer gezogen.
Als Grund nennt Castro so genannte Kelvinwellen. Sie hätten von Australien aus warmes Wasser an die peruanischen Küsten gebracht. Kelvin-Wellen sind lange Wellen, die sich nicht in alle Richtungen auf dem Wasser ausbreiten, sondern nur entlang von Küsten oder dem Äquator. Für die Ozeane sind sie so wichtig, weil sie die Auswirkungen von Winden tausende von Kilometer weit tragen können. In diesem Fall haben sie die kalte Humboldtströmung verdrängt - und damit auch die Fische.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)