4. Mai 2012 08:54 Uhr

Islam-Experte aus Frankreich kritisiert Stadtrenovierungsprogramm Frankreichs

"Es wurde bloß in Beton investiert, nicht in die Menschen." So sieht der Islam-Wissenschaftler Gilles Kepel die Investitionen in Frankreichs arme Vorstädte. In der "Neuen Zürcher Zeitung" sagte er, die sozialen Probleme dort bestünden nach wie vor. Sanierungsprogramme von Dutzenden Milliarden Euro hätten nur eine Explosion der Banlieues während der Amtszeit von Präsident Nicolas Sarkozy verhindert.

Zur Bildungspolitik moniert Kepel, besonders junge Männer aus den Vorstädten könnten kaum lesen und schreiben, wenn sie die Schule verließen. Das führe dazu, dass sie die Schule und die dort vermittelten Werte ablehnten, und sich zunehmend dem Islam zuwendeten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)