4. Mai 2012 12:56 Uhr
Auf dem Mars könnte zumindest zeitweise Leben möglich gewesen sein. Das schließt ein internationales Forscherteam aus Daten, die der Roboter "Opportunity" auf dem Mars gesammelt hat. Der Rover, der seit acht Jahren die Oberfläche des Planeten analysiert, fand am Rande eines Meteoriten-Einschlagkraters Gipsadern. Die Wissenschaftler der Cornell-Universität und der Universität Tübingen argumentieren: Gips kann nur in Anwesenheit von Wasser entstehen, und das nur bei Temperaturen unterhalb von 60 Grad Celsius. Bei höheren Temperaturen wären andere Minerale entstanden. Die Forscher schließen daraus: Am Rande dieses Mars-Kraters müssen zumindest vorübergehend lebensfreundliche Bedingungen geherrscht haben.
Darüber, ob es einst Wasser auf dem Mars gegeben haben könnte oder nicht, streiten Wissenschaftler seit Langem. Dafür spricht nach Ansicht einiger das Vorhandensein von Tälern und Kanälen, die durch Wasser geformt worden sein könnten. Andere halten dagegen, die Temperaturen an der Marsoberfläche seien zu niedrig gewesen, als dass Niederschlag als Regen hätte auftreten können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)