4. Mai 2012 11:54 Uhr

Dreckige Schlachttiere bedeuten ein höheres Infektionsrisiko mit E-Colibakterien

Tierschützer werden wahrscheinlich schon bei dem Titel dieser neuen Studie aus Norwegen durch die Decke gehen. "Unverschmutzte Kadaver" heißt das Projekt. Die Forscherin Sigrun Hauge hat dabei den Zusammenhang der sogenannten "Schlachthygiene" und der Belastung von Fleisch mit Kolibakterien untersucht. Sehr verdreckte Tiere in Schlachthöfen stellen ein hohes Risiko dar und deshalb empfiehlt Hauge vor allem, Schafe schon vor dem Schlachttransport zu scheren. Viehzüchter, die ihre Schlachttiere nicht sauber abliefern, sollen dafür weniger Geld bekommen.

Für den Fall, dass sich die Tierhalter nicht zu besserer Hygiene umerziehen lassen, hat die Forscherin eine Methode für pasteurisiertes Fleisch getestet. Mit heißem Wasser und anschließender tagelanger Kühlung konnten die Kolibakterien fast komplett vernichtet werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)