4. Mai 2012 14:26 Uhr
Raubtiere sind Feinde des Menschen. Davon sind viele Farmer in Südafrika überzeugt. Die Konsequenz: Viele von ihnen legen gezielt auf Schakale, Hyänen und Leoparden an, wenn die Raubtiere in der Nähe ihrer Viehherden auftauchen. Das Wissenschaftsmagazin "Spektrum" berichtet über eine Studie der Universität Brighton. Demnach entscheiden vor allem kulturell bedingte Vorurteile darüber, ob ein Farmer Jagd auf die potentiellen Viehräuber macht. Und: Der Schaden, den diese anrichten, stehe in keinem angemessenen Verhältnis zu dem Jagdeifer.
Die Wissenschaftler stützen ihre Thesen auf die Befragung südafrikanischer Farmer über einen Zeitraum von zwei Jahren. Es spiele zwar immer noch eine große Rolle, ob die Raubkatzen ihr Revier nahe der Weideflächen hätten. Allerdings hänge das Maß an Toleranz gegenüber Raubtieren auch von der Ethnie und dem Alter der Farmer ab. So sei die Meinung, Raubtiere seien grausam, eher bei älteren menschen verbreitet. Und englisch oder afrikaans sprechende Viehzüchter griffen schneller zur Waffe als angehörige eines Bantu-Volkes.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)