7. Mai 2012 06:23 Uhr
Die Wahlen in Schleswig-Holstein haben Bedeutung über das Bundesland hinaus. Diesen Schluss ziehen Experten der Forschungsgruppe Wahlen nach der gestrigen Entscheidung für den neuen Kieler Landtag. Sie erkennen eine dauerhafte Auffächerung des Parteiensystems, vor allem links der Mitte. Genau das sei das Problem für die Sozialdemokraten gewesen, denen es nicht gelungen sei, sich von der CDU abzusetzen - trotz stärkerer Sympathiewerte für den Kandidaten und die Partei. Den Erfolg der Piraten betrachten die Wahlforscher weiterhin als Protestsignal an die Etablierten: Drei Viertel der Piratenwähler hätten so abgestimmt, weil sie mit den anderen Parteien unzufrieden seien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)