7. Mai 2012 06:24 Uhr
Die Kälteperiode vor rund 2.800 Jahren gab den Wissenschaftlern lange Rätsel auf: Denn es war unklar, was sie verursachte. Forscher des Helmholtz-Zentrums in Potsdam schreiben jetzt im Fachmagazin "Nature Geoscience": Die Sonne war schuld. Sie stützen ihre These auf die Analyse von Ablagerungen aus den Maaren der Vulkaneifel.
Die Forscher registrierten in den Sedimenten um die Zeit der Kälteperiode einen geringeren Anteil des Isotops Beryllium-10. Diese Atomvariante entsteht abhängig von der Sonneneinstrahlung. Außerdem fanden sie Hinweise, dass die Winde vor 2.800 Jahren stärker gewesen sein müssen.
Mithilfe ihrer Klimamodelle argumentieren die Forscher: Die geringere UV-Strahlung habe den Wärmehaushalt der mittleren Atmosphäre und der Ozonschicht gestört. Das habe die Luftströmungen über der Arktis ebenso verändert wie die warmen Höhenwinde. Dadurch sei das Klima für 200 Jahre auf der Nordhalbkugel windiger und kühler geworden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)