7. Mai 2012 06:25 Uhr
Dieser Roboter hat immer eine ruhige Hand. Im Vergleich zu Menschen ist das im Labor manchmal ein ganz entscheidender Vorteil: zum Beispiel, wenn es darum geht, im lebenden Organismus an eine einzelne Zelle anzudocken, ohne diese zu zerstören. Solche Messungen könnten Aufschluss darüber geben, was hinter Funktionsstörungen des Gehirns steckt, die zum Beispiel Krankheiten wie Schizophrenie zugrunde liegen.
Wie US-Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Methods" schreiben, haben sie nun einen Roboterarm entwickelt, der diese sogenannten Patch-Clamp-Messungen mit großer Zuverlässigkeit erledigt. Ihr Apparat sei in der Lage, Hirnbereiche in Zwei-Millimeter-Schritten abzutasten und 90 Prozent der Zellen zu erkennen. In knapp der Hälfte der Fälle gelinge es, eine Verbindung aufzubauen, die sich für die Messung elektrischer Widerstände eigne. Menschen müssten lange trainieren, um eine solche Sicherheit zu erreichen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)