7. Mai 2012 06:52 Uhr
Die Franzosen haben einen neuen Präsidenten gewählt - und der ist fast so etwas wie ein König auf Zeit. Laut Verfassung ernennt der Präsident den Premierminister und auf dessen Vorschlag die Minister.
In der Außenpolitik ist er Oberbefehlshaber des Militärs und hat die alleinige Befehlsgewalt über die Atomwaffen. Außerdem kann er Truppen ins Ausland schicken, ohne das Parlament um Erlaubnis zu fragen - beispielsweise nach Afghanistan. Bei allen wichtigen internationalen Treffen ist er derjenige, der die Abkommen aushandelt.
Damit genießt der französische Präsident die stärkste Stellung unter allen demokratisch gewählten Staatsoberhäuptern der Welt. Seine Machtfülle ist sogar noch größer als die des US-Präsidenten, der stärker vom Parlament abhängig ist.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)