7. Mai 2012 08:24 Uhr

Ein müdes Hirn wird kreativ

Die besten Ideen hat man vor dem Einschlafen. Diese Erfahrung vieler wird jetzt durch eine Untersuchung des Albion College in Michigan gestützt. Die Wissenschaftler stellten ihren Probanden Aufgaben, deren Lösung entweder analytisches Denken oder Kreativität erforderte. Zuvor hatten sie die Studienteilnehmer klar in Morgen- oder Abendmenschen unterteilt und Mischtypen ausgeschlossen.

Das Ergebnis: Die kreativen Aufgaben gelangen immer dann am Besten, wenn die Probanden sich zu ungeliebten Tageszeiten damit beschäftigen mussten. Die Leiterin der Studie erklärt im Fachmagazin "Thinking & Reasoning", in dieser Phase sei die Fähigkeit herabgesetzt, wichtige von unwichtigen Informationen zu trennen. Das sei unter Umständen förderlich für die Kreativität, weil so auch Informationen zum Zuge kämen, die normalerweise unterdrückt würden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)