7. Mai 2012 09:28 Uhr
Radiosender sind ein gutes Beispiel. Sie schicken ihre Funksignale über verschiedene Frequenzen und kommen einander deshalb nicht in die Quere. Ein internationales Forscherteam sieht ein ähnliches Modell am Werk, wenn es um den Datenverkehr im Gehirn geht.
Sie fanden ihre These bei Tests mit 43 gesunden Probanden bestätigt: Unterschiedliche Netzwerke im Gehirn kommunizierten nach einem jeweils eigenen Rhythmus - etwa so, als hätten sie eine eigene Sendefrequenz, abhängig davon, wie oft die Nervenzellen pro Sekunde "funken".
Die Forscher schreiben im Fachjournal "Nature Neuroscience", ihre Arbeit ermögliche zum ersten Mal Einsicht in diese zeitliche Komponente der Funktions-Netzwerke im Gehirn. Das könne dazu beitragen, die Vorgänge zu entschlüsseln, die bei Krankheiten wie Schizophrenie oder Depression eine Rolle spielten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)