7. Mai 2012 11:51 Uhr
Es soll einfach ein Kopierfehler gewesen sein. Amerikanische Wissenschaftler sind der Meinung, dass eine missglückte Zellteilung das menschliche Gehirn erst möglich gemacht hat. Sie gehen davon aus, dass dabei das Erbgut nicht richtig kopiert wurde. Daraus hätte sich dann eine Mutation entwickelt, die die Grundlage für wichtige Funktionen des menschlichen Gehirns gewesen sei.
In einer Studie kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass das entsprechende Gen zweimal nicht vollständig kopiert wurde: Einmal vor 3,5 Millionen Jahren und noch einmal eine Million Jahre später bei Primaten, die als nächste Verwandte des Menschen gelten. Bei Tests mit Mäusen stellten die Forscher fest: Der Kopierfehler sorgte unter anderem dafür, dass sich Hirnzellen besser verbinden konnten.
Einer der Wissenschaftler von der Universität Washington ist der Ansicht, dass die Arbeit neue Schlüsse ermöglicht, wie sich Mensch und Menschenaffe entwickelt haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)