7. Mai 2012 14:24 Uhr
Die neuartige Zigarette mit chinesischen Kräutern wurde als "weniger gesundheitsschädlich" angepriesen. Aber beim chinesischen Nationalpreis für Wissenschaft und Technologie tritt die Entwicklung nicht an. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, taucht das Zigaretten-Projekt des staatlichen Tabakkonzerns "China Tobacco" mittlerweile nicht mehr auf der Bewerberliste auf. Nachdem sich das Forscherteam auf die staatliche Auszeichnung beworben hatte, gab es monatelang Protest von Gesundheitsexperten, Anti-Raucher-Aktivisten und dem chinesischen Gesundheitsministerium. Sie fürchten eine Irreführung der Bevölkerung, denn Rauchen sei immer schädlich.
China ist mit seinen 320 Millionen Rauchern das Land mit dem meisten Tabakkonsum weltweit. Nach Expertenschätzungen sterben in China jedes Jahr 1,6 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Erst seit vergangenem Jahr gilt ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Krankenhäusern und Restaurants. Am Arbeitsplatz darf weiter geraucht werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)