7. Mai 2012 16:22 Uhr
Fußball ist für einige eine Art Ersatzreligion. Statt in die Kirche geht es am Wochenende ins Stadion. In Zürich haben sich Kirchenvertreter gedacht, das könne man doch verbinden, mit einer Art Stadion-Kirche. Ein "Raum der Stille", der im geplanten Fußball-Stadion auf dem Zürcher Hardturm-Areal eingerichtet werden könnte, stößt aber auf Kritik. Die Kritiker verstehen nicht, wie man in einer Stadt mit 50 Prozent Konfessionslosen auf einen solchen Gedanken kommen könne. In der "Neuen Zürcher Zeitung" heißt es, es gebe kaum profanere Bauten als Sportstadien. Diese sollten ausdrücklich keine Orte der religiösen Missionierung sein. Wenn schon, dann sei ein für alle gedachter "Chill-Out-Room" möglich, ohne religiöse Symbole.
Der Zürcher Stadtparteipräsident sagte dazu, die Stadt habe den Auftrag, ein Stadion ohne Mantelnutzung zu planen. Ein Andachtsraum sei da reine Sozialromantik. In Zürich gibt es bereits im Hauptbahnhof und in einem Einkaufzentrum ähnliche Andachtsräume, die großen Zulauf haben sollen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)