8. Mai 2012 06:31 Uhr
Wo genau Menschen begonnen haben, das Pferd zu zähmen war bisher für die Wissenschaft ein Rätsel. Forscher aus Großbritannien haben dieses Rätsel nach eigenen Angaben gelöst.
Sie rekonstruierten die Verbreitung der Wildpferde. Dazu nutzten sie Proben von mehr als 300 Pferden aus acht Ländern. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Domestizierung des Pferdes im Westen der Eurasischen Steppe begann - also auf dem Gebiet der heutigen Ukraine - und sich von dort weiter ausbreitete. Die vielen Varianten des Erbguts erklären sie damit, dass die zahmen Herden immer wieder mit wilden Stuten aufgestockt wurden.
Die Pferdezucht hat dem Bericht zufolge vor 6.000 Jahren begonnen. Die Ergebnisse sind im Fachblatt "PNAS" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)