8. Mai 2012 08:23 Uhr

Glasklar: Das ist Antipädagogik

Hier noch unsere Rubrik "Glasklar". Passend zum Tagesthema bei DRadio Wissen "Kinderbetreuung", erklären wir das Konzept der "Antipädagogik". Hierbei handelt es sich um eine Form der antiautoritären Bewegungen, die sich in den 60er-Jahre entwickelten. Eine jugendliche Subkultur - die Hippies - und die politische Opposition - die Neue Linke - widersetzten sich den herrschenden Normen der Erziehung und des Zusammenlebens. Die "Antipädagogik" war dabei eine extreme Strömung.

Anhänger wie der Theoretiker Ekkehard von Braunmühl meinten, dass Kinder durch die traditionelle Erziehung regelrecht verbrecherisch entmündigt und manipuliert werden. Die Idee: Menschen werden durch Gefühle gesteuert und diese sind schon ab der Geburt vorhanden. Erziehung sei insofern Unterwerfung - Gebote oder Verbote tabu. Noch heute gibt es eine Kindergruppe, die auf dem antipädagogischen Konzept basiert - in Wiesbaden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)