8. Mai 2012 09:01 Uhr
Die Universität Düsseldorf prüft nach anonymen Vorwürfen gerade, ob Bundesbildungsministerin Annette Schavan bei ihrer Doktorarbeit plagiiert hat. Jetzt kommt Beistand von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Berliner "Tagesspiegel" plädiert der Ombudsmann der Gemeinschaft, Wolfgang Löwer, für eine Verjährungsfrist in Plagiatsfällen. Man müsse über einen Zeitraum nachdenken, nach dem man sich solche Arbeiten nicht mehr amtlich anschaue. Er halte es für problematisch, jemandem nach 32 Jahren die Legitimation für eine ganze Lebensleistung zu entziehen. Nach Recherchen des "Tagesspiegel" ist Schavans Doktortitel ihr einziger universitärer Abschluss, weil sie promovierte, ohne einen Magister gemacht zu haben. Würde ihr der Doktorgrad entzogen, hätte sie gar keinen Studienabschluss mehr.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)