8. Mai 2012 10:28 Uhr
Was hinten rauskommt ist nicht gut fürs Klima. Das gilt heute, wenn Rinder in Massentierhaltung gehalten werden und so große Mengen klimaschädlichen Methan-Gases produzieren. Das galt aber auch schon vor mehr als 65 Millionen Jahren für Dinosaurier.
Britische Forscher haben berechnet, dass die besonders großen, pflanzenfressenden Saurier, die Sauropoden, allein mehr Methan produzierten als heute erzeugt wird. Die Forscher schreiben im Fachmagazin "Current Biology", dass die Sauropoden ähnlich wie Pflanzenfresser heute wahrscheinlich Mikroben im Darm trugen. Die erzeugten bei der Verdauung Methan, das am Ende zum Dinosaurier-Pups wurde. Da die Tiere als größte Landtiere der Erdgeschichte gelten, haben sie nach Ansicht der Wissenschaftler auch besonders große Mengen Methan produziert.
Die Forscher der Universität Liverpool gehen davon aus, dass ein Tier mehr als 2.600 Liter Methan am Tag produzierte. Die Sauropoden hätten damit eine wichtige Rolle dafür gespielt, das Klima der Kreidezeit warm zu halten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)