8. Mai 2012 11:50 Uhr
In der Antarktis geht die Klimaerwärmung zehnmal so schnell vonstatten wie in Europa. Das sagt der Ornithologe Hans-Ulrich Peter vom Institut für Ökologie an der Universität Jena und verweist auf drastische Folgen für die dort lebenden Vögel.
Im Interview mit Deutschlandradio Kultur sagte Peter, die Zahl der Adelie-Pinguine in der Antarktis sei in den vergangenen 15 Jahren von 1.500 auf 300 zurückgegangen. Grund sei, dass mit dem Schmelzen der Gletscher eine bestimmte Krebsart ausgestorben sei, die den Pinguinen als Hauptnahrungsmittel gedient habe.
Peter hat mehr als 20 Exkursionen in die Antarktis hinter sich. Dabei hat er auch beobachtet, wie Pinguine sich vor Kälte schützen. Die Tiere haben doppelt so viele Federn wie andere Vögel und mehr Körperfett. Außerdem legen sie laut Peter ein besonderes Sozialverhalten gegen die Kälte an den Tag: Sie rücken in einem Pulk zusammen und rotieren dabei, so dass jeder Vogel mal innen steht und gewärmt wird.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)