8. Mai 2012 11:53 Uhr

Politiker fahren weiterhin besonders klimaschädliche Dienstwagen

Ein Vorbild für den Klimaschutz sind sie nicht. Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass deutsche Spitzenpolitiker weiterhin mit besonders klimaschädlichen Dienstwagen unterwegs sind. Bei der Erhebung der Organisation ist in diesem Jahr Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger auf dem Spitzenplatz. Sein Dienstwagen, ein großer Audi mit 450 PS, stößt demnach mehr als doppelt soviel CO2 aus, wie es die Umwelthilfe für nötig hält. Unter den Bundesministern fahre Gesundheitsminister Daniel Bahr das klimaschädlichste Auto. Nach Angaben der Umwelthilfe liegen nur fünf Landespolitiker aus Hamburg, Bremen und Brandenburg unter einen EU-Zielwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer.

Das Argument, Politiker brauchten besonders große Autos, weil sie besonders sicher sein müssten, lässt die Umwelthilfe nicht gelten. Sie berücksichtigt nach eigenen Angaben deshalb nicht den Dienstwagen der Bundeskanzlerin sowie vier weiterer Bundesminister.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)