8. Mai 2012 13:22 Uhr

Geschenkte Schulbücher sind oft schlecht

Wenn Wirtschaftsunternehmen Schulbücher verschenken, ist das mit Vorsicht zu genießen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen kommt in einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass solche, oft kostenlosen Unterrichtsmaterialien erhebliche Schwächen aufweisen. In vielen Fällen seien die Lehrmittel von Unternehmen nicht dafür geeignet, den Schülern Wissen zu vermitteln. Sie seien oft tendenziös oder die verstießen gegen das Werbeverbot in Schulen, das beinahe in allen Bundesländern gelte.

So bewerten die Verbraucherzentralen zum Beispiel eine Unterrichts-CD der Wirtschaftsauskunftei Schufa als mangelhaft, mit der Schüler sich mit dem Thema "Kredite" beschäftigen sollen. Das Material sei einseitig, das Vertrauen bei Kaufgeschäften basiere im Schufa-Schulmaterial nur auf Kreditwürdigkeit. Als gutes Beispiel werden dagegen Arbeitshefte zum Thema Wirtschaft von den Sparkassen empfohlen.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat insgesamt rund 220 Unterrichtsmaterialien untersucht, Die Ergebnisse können im Internet abgerufen werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)