8. Mai 2012 17:27 Uhr
Sie sind besonders groß und heiß und haben viel zerstört. Heiße Riesenplaneten, von Wissenschaftlern wegen ihrer Größe "Heiße Jupiter" genannt, kreisen in ihren Systemen wohl meistens allein um einen Stern - angeblich deswegen, weil sie die anderen Planeten vernichtet haben.
Astronomen der Universität Florida haben stichprobenartig rund 60 Sternensysteme mit Heißen Jupitern untersucht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass es in fast allen dieser Systeme keine anderen Planeten mehr gibt. In einer Fachzeitschrift ("Proceedings of the National Academy of Sciences") schreiben sie, dass die Heißen Jupiter auf ihrer Umlaufbahn um einen Stern die Gravitation des Systems völlig durcheinander brächten. Die anderen Planeten würden dadurch verwüstet oder bei einem Zusammenstoß mit dem Heißen Jupiter zerstört, stürzten in die Sonne oder würden aus ihrem System geschleudet.
Durch ihre Größe und Gravitation nähern sich die Riesenplaneten nach Angaben der Astronomen immer mehr an ihren Stern an. Dadurch würden die anderen Planeten schrittweise zerstört, egal auf was für einer Umlaufbahn sie sich befanden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)