9. Mai 2012
Deutsche Banken und Versicherer spekulieren offenbar umfangreich mit bei umstrittenen Termingeschäften mit Nahrungsmitteln. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und verweist auf eine Studie, die die Entwicklungsorganisation Oxfam heute vorstellen will.
Demnach handelt der Versicherungskonzern Allianz wie kein zweites deutsches Unternehmen an Warenterminbörsen mit Nahrungsmitteln. In fünf Fonds setze das Unternehmen auf steigende Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse, was Hungerkrisen verschärfe. Der Studie zufolge hatte die Allianz 2011 mehr als 6,2 Milliarden Euro in solche Fonds investiert, die Deutsche Bank knapp 4,6 Milliarden Euro.
Die Allianz wies die Vorwürfe zurück. Der Finanzkonzern investiere weniger als ein Prozent seiner Anlagen in Nahrungsmittelderivate. Dabei setzten die Fonds nicht gezielt auf steigende Preise.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)