9. Mai 2012

Plastik im Ozean verändert Lebensräume der Meeresbewohner

Plastik schwimmt. Deshalb ist Müll aus Plastik im Gegensatz zu anderen Abfällen, die in den Ozeanen landen, gut zu finden. Vor drei Jahren haben sich Wissenschaftler des Scripps-Meeresforschungszentrums in Kalifornien aufgemacht, um im nordöstlichen Pazifik nach Plastikresten zu suchen. Dabei fanden sie heraus, dass jeder zehnte gesammelte Fisch Plastik im Magen hatte. Eine andere Forschergruppe des Instituts hat jetzt eine Studie dazu veröffentlicht, wie der Müll die Lebensräume der Meerestiere verändert. Im Fachblatt "Biology Letters" zeigen die Forscher das am Beispiel einer Wasserläuferart. Die Insekten legten ihre Eier auf schwimmende Objekte auf der Wasseroberfläche, etwa Muscheln oder Federn. Inzwischen hätten die Tiere auch Plastikteile für sich entdeckt. Dadurch hätten sie mehr Ablagefläche und es gebe deutlich mehr Eier. Das könne Folgen für die gesamte Nahrungskette im Ozean haben.

In ihrem Bericht schreiben die Forscher außerdem, insgesamt habe sich die Menge des Mülls im Nordosten des Pazifik in 40 Jahren verhundertfacht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)