9. Mai 2012

Keine Rettung von "Envisat": Esa erklärt Mission für gescheitert

Er wurde auch als "Öko-Polizist" im Weltraum bezeichnet - der verschwundene Umwelt-Satelliten "Envisat". Nun hat die Weltraumorganisation Esa ihn verloren gegeben.

Vor rund einem Monat waren auf dem größten europäischen Erdbeobachtungssatelliten alle Kommunikationssysteme ausgefallen - seitdem konnte er nicht mehr geortet werden. Heute erklärte die Esa ihre Rettungsmission schließlich für beendet. Trotz kontinuierlicher Befehle eines weitverzweigten Netzes von Bodenstationen habe es keine Reaktion des Satelliten gegeben, hieß es in einer Stellungnahme.

Der 8,2 Tonnen schwere "Envisat" war am 1. März 2002 auf eine polare Umlaufbahn in 800 Kilometern Höhe gebracht worden. Seitdem umrundete er mehr als 52.000 Mal die Erde und lieferte wichtige Daten zur Umweltverschmutzung sowie über Land- und Eismassen, Ozeane und die Atmosphäre. Damit konnte der Klimawandel präziser analysiert werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)