9. Mai 2012
Klimaforscher warnen vor einer Kettenreaktion in der Antarktis.
Berechnungen am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven haben ergeben, dass das Schelfeis weit weniger stabil ist als bisher angenommen. Im Fachmagazin "Nature" schreiben die Wissenschaftler, das berge die Gefahr, dass große Mengen Inlandeis in den Ozean abrutschten, wenn das Schelfeis als Barriere wegfalle. Das widerum führe dazu, dass der Meeresspiegel steigt.
Eine zweite Studie, die im Fachjournal "Nature Geoscience" erscheint, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.
Das Schelfeis in einer Bucht des Weddellmeeres galt bisher als gut geschützt vor den direkten Einflüssen des Klimawandels, weil es am am Rande der Antarktis liegt. Das Wasser dort schien kalt genug, um eine Schmelze zu verhindern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)