10. Mai 2012
Moderne Kommunikationsmittel sollen eine fast ausgestorbene Sprache in Papua-Neuguinea retten. Eine US-Linguistin hat mit Hilfe von Facebook, Skype & Co. ein digitales Archiv der Sprache Arapesh geschaffen. Sie wurde früher von rund 25.000 Dorfbewohnern gesprochen, doch inzwischen sind alle Muttersprachler tot. Viele Menschen verstehen Arapesh noch, ihre Kinder jedoch nicht mehr. Wie das britische Onlineportal "The Register" berichtet, kontaktieren deswegen viele Papua-Neuguineer die Forscherin, um die Sprache zu lernen. Sie arbeitet an dem besten Weg, Arapesh online zu vermitteln. Da das Land wenig schnelle Internetverbindungen hat, hält sie mobile Apps für die beste Lösung.
In Papua-Neuguinea gibt es fast 850 Sprachen. Damit ist der Inselstaat nordöstlich von Australien das linguistisch vielfältigste Land der Welt. Das Onlineportal "Ethnologue" listet die Sprachen auf.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)