10. Mai 2012
Ein Schutzschild für die "guten Zellen": So könnte man den Behandlungsansatz für Krebspatienten bezeichnen, den Forscher aus Seattle entwickelt haben. Sie schreiben im Fachmagazin "Science Translational Medicine", ihnen sei es per Gentherapie gelungen, die schweren Nebenwirkungen einer Chemotherapie wesentlich abzuschwächen. Das könne es langfristig möglich machen, diese aggressive Behandlungsmethode effektiver anzuwenden.
Die Wissenschaftler hatten Patienten zunächst Blut-Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen. Danach bauten sie diesen ein spezielles Schutz-Gen ein, das es den Zellen erlaubt, die Schäden, die das Zellgift einer Chemotherapie verursacht, zu reparieren.
Eine Chemotherapie beruht darauf, Zellen zu schädigen, die sich gerade teilen. Sie zielt damit auf Tumorzellen, deren Merkmal ungehemmtes Wachstum ist und die sich damit häufiger teilen als gesunde Zellen. Dennoch werden auch diese durch eine Chemotherapie geschädigt oder sogar getötet. Deshalb wird eine solche Behandlung zur Zeit oft niedrig dosiert oder unterbrochen, um den Patienten nicht zu gefährden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)