10. Mai 2012
Das Bild von Nordkorea als vollkommen isolierter Staat stimmt nicht mehr. Zumindest, wenn es um den Zugang zu Informationen geht. Eine Studie im Auftrag des US-Außenministeriums kommt zu dem Schluss, dass Mobiltelefone, Computer, mp3-Player und USB-Sticks langsam aber sicher ihren Weg in das Land finden - auch wenn davon bislang eher die bessergestellten Bürger profitieren. Viele Geräte werden demnach von China nach Nordkorea geschmuggelt.
Auch illegale Radios spielen eine Rolle: Offiziell sind Radio und Fernsehen auf die Staatssender eingestellt, aber mit eingeschleusten Apparaten, so die Studie, ließen sich viele andere Programme empfangen. Das Ergebnis: Die Kluft zwischen dem Regime und den Bürgern - zwischen der offiziellen Selbstdarstellung und der Wirklichkeit - werde immer größer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)