10. Mai 2012
Auch auf dem Mars gibt es Wanderdünen. Und sie sind kaum langsamer als die auf der Erde. Das schreibt ein Forscherteam im Fachjournal "Nature". Für ihre Studie werteten sie Bilddaten der Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" aus, die sie im Abstand von gut 100 Tagen aufgenommen hatte. Der Vergleich zeigte, dass die Dünen im Feld "Nili Patera" durchschnittlich zehn Zentimeter pro Jahr weiter ziehen.
Wissenschaftler waren zuvor davon ausgegangen, dass die Marsdünen nahezu statisch seien. Sie hatten vermutet, die Atmosphäre sei zu dünn, um den Sand durch Wind bewegen zu können. Die neuen Daten zeigen nun nach Ansicht der "Nature"-Autoren, dass die Windaktivität tatsächlich eine wichtige Kraft für die Entwicklung der Mars-Landschaft ist.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)