10. Mai 2012

Forscher verlangen besseren Umgang mit Ton

Wenn es um guten Ton geht, ist Deutschland ganz vorne dabei. Denn es gibt kaum ein Land weltweit, in dem mehr von dem Rohstoff gefördert wird. Forscher vom Karlsruher Kompetenzzentrum für Materialfeuchte haben sich nun für einen sparsamen Umgang mit Ton ausgesprochen. Der Nachschub für die nächsten Jahre sei zwar gesichert, aber einmal gebrannten Ton könne man nicht mehr recyclen. Weil das mineralhaltige Material viel Wasser speichern könne, sei es wichtig für Feuchtbiotope und Landschaftsschutzgebiete - sämtlichen Ton abzubauen wäre also umweltschädlich. Die Wissenschaftler appellieren an die Industrie, sich Forschungsergebnisse dazu, welcher Ton für welche Anwendung ideal ist und wie er am besten gebrannt wird, zu Nutze zu machen. Denn aus Ton werden nicht nur Tassen und Teller gemacht. Papier, Zahnpasta, Deponie-Abdichtungen, Autoreifen und Zement - alles enthält den Keramik-Grundstoff.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)