10. Mai 2012
Mit der Videobrille gegen die Angst - das ist das Konzept, nach dem Wissenschaftler der Universität Amsterdam eine neue Art der Verhaltenstherapie entwickelt haben. Wie das Portal "heise.de" berichtet, heißt die Technik "Virtual Reality Exposure Therapy", kurz VRET. Dabei werden Angstpatienten mit einer Videobrille ausgerüstet, über die zum Beispiel der Blick aus dem Fenster eines startenden Flugzeugs simuliert wird. So können sie sich in gesichterter Umgebung ihren Ängsten aussetzen. Um das Verfahren noch realistischer zu machen, kann auch das sogenannte "Headtracking" zum Einsatz kommen, bei dem die Kopfbewegungen des Patienten das 3D-Bild steuern. Nach Angaben des Forschungsteams habe sich die Flugangst schon nach vier Sitzungen deutlich reduziert, es bestehe sogar die Chance, sie ganz zu heilen. Das Verfahren könne auch bei anderen Phobien wie zum Beispiel Höhenangst eingesetzt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)