10. Mai 2012

Beben von San Francisco veränderte das soziale Gesicht der Stadt

Naturkatastrophen wirken sich nicht nur auf die Umwelt aus, sie können auch Gesellschaften verändern. Das hat der Hamburger Historiker Christoph Strupp herausgefunden. Er untersuchte, wie sich in San Francisco das Erdbeben von 1906 auf die soziale Zusammensetzung der Stadt auswirkte. Dem Deutschlandfunk sagte er, die Katastrophe habe der Stadtverwaltung die Möglichkeit eröffnet, einen lange gehegten Plan zu verwirklichen und das Stadtzentrum für Wohlhabende zu reservieren. Zehn Jahre nach dem Beben hätten die Reichen weiter in ihren Innenstadtvillen gewohnt, aber die Viertel der Mittel- und Arbeiterschicht seien an den Stadtrand verlegt worden. Bei dem Erdbeben vor der kalifornischen Küste waren am 18. April 1906 große Teile der Innenstadt von San-Francisco völlig zerstört worden, etwa 3.000 Menschen kamen ums Leben.

Den ganzen Beitrag zum Thema Umweltgeschichte gibt es ab 20.10Uhr im Deutschlandfunk in der Studiozeit zu hören.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)