10. Mai 2012

Internet-Zensur in China: Kurznachrichtendienst Weibo verrät, was rausfliegt

In China kommt längst nicht alles durch, was im Internet veröffentlicht wird. Der Kurznachrichtendienst Weibo hat zum ersten Mal öffentlich gemacht, welche Inhalte er zensiert. Dazu zählten Aufrufe zu Demonstrationen. Außerdem würden Beiträge gelöscht, die Rassismus, Aberglauben, Glücksspiel oder Straftaten propagierten - und Gerüchte verbreiteten. Weibo ist das chinesische Pendant zu Twitter. Die Betreiberfirma Sina bezeichnete ihre jetzt veröffentlichte Negativliste als neue "Microblog-Verfassung". Die Nutzer werden aufgerufen, von sich aus auf die genannten Themen zu verzichten und auch keine umschreibenden Ausdrücke dafür zu benutzen. Zur Kontrolle soll ein "Komitee für verbotene Inhalte" gegründet werden. - Kritiker finden die Vorschriften zu schwammig und fordern eine eindeutige, öffentliche Schwarze Liste mit verbotenen Begriffen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)