10. Mai 2012

"Glücksfall" für Aserbaidschan Blogger Milli begrüßt mediale Aufmerksamkeit durch Song Co

Der Eurovision Song Contest ist die bisher teuerste Party für Aserbaidschan - aber auch ein Glücksfall. So bewertet der Blogger Emin Milli die Austragung des Musikwettbewerbs in seiner Heimat. Er freue sich über das große Interesse ausländischer Medien an der schwierigen Menschenrechtslage in Aserbaidschan. Die Regierung sei angesichts der großen Aufmerksamkeit völlig überfordert. Er hoffe, dass auch nach dem Eurovision Song Contest am 26. Mai über das Land berichtet werde. Milli wurde 2009 in Aserbaidschan verhaftet, weil er sich in einem Video über korrupte Politiker lustig gemacht hatte. Der Blogger saß 17 Monate in Haft. Nach Angaben der Organisationen "Amnesty International" und"Reporter ohne Grenzen" ist die Pressefreiheit in Aserbaidschan stark eingeschränkt. Journalisten würden mit Gewalt an kritischer Berichterstattung gehindert. Vier von fünf Zeitungen seien in staatlicher Hand.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)