10. Mai 2012
Etwa jeder 20. Mensch erleidet in seinem Leben mindestens einen epileptischen Anfall. Ausgelöst wird er dadurch, dass die Nervenzellen im Gehirn plötzlich viele Impulse quasi gleichzeitig abfeuern. Und das kann zu spontanen Krämpfen führen.
Wissenschaftler der Uni-Klinik Bonn haben jetzt einen Mechanismus entdeckt, der vermutlich an diesen Vorgängen beteiligt ist. Es handelt sich um sogenannte Transkriptionsfaktoren, die die elektrische Erregung in den Nervenzellen beeinflussen können.
Diese Entdeckung hat nach Ansicht der Bonner Forscher große Bedeutung für die Behandlung von Epilepsien. Der entschlüsselte Mechanismus könne für die Entwicklung von Medikamenten genutzt werden. Sie sollen verhindern, dass sich chronische Epilepsien entwickeln.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)