11. Mai 2012
Bei Mäusen ist über die Jahrmillionen anscheinend nicht viel passiert. Wie das Göttinger Max-Planck-Institut mitteilte, hat sich die Hirnarchitektur der Tiere im Lauf der Evolution offenbar kaum verändert. Wie schon bei ihren Urahnen vor 80 Millionen Jahren seien auch bei der heutigen Maus Nervenzellen in der Sehrinde in einem kleinen Hirnbereich zusammengedrängt.
Bei der Evolution von Gehirnen großer Säugetiere sei es dagegen zu einem radikalen Umbau der Architektur der Großhirnrinde gekommen. Auslöser der unterschiedlichen Entwicklung sei wahrscheinlich das Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. Erst danach konnten große Säugetiere entstehen. Vorher waren die Ahnen der heute lebenden Säugetiere leichter als 100 Gramm und meistens nur wenige Zentimeter groß.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)