11. Mai 2012

Studie: Die Deuschen leiden unter "sozialem Jetlag"

Wer zu wenig schläft, lebt ungesund. Diese Weisheit sehen Biologen der Universität München jetzt bestätigt. Ihren Angaben zufolge, schlafen gut zwei Drittel der Deutschen tatsächlich zu wenig. Die Forscher nennen diesen chronischen Schlafmangel "sozialen Jetlag". Darunter verstehen die Wissenschaftler das Ignorieren der eigenen, inneren Uhr.

Sie schreiben im Fachblatt "Current Biology": Wenn Schul- und Arbeitszeiten sowie Freizeitaktivitäten den Takt vorgäben statt der eigenen Schlafrhythmus, habe das negative Konsequenzen für die Gesundheit. Die Forscher berichten von Übergewicht und Fettleibigkeit bei den betroffenen Personen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren hatten sie online etwa 65.000 Fragebögen zum Schlafverhalten ausgewertet. Am stärksten betroffen sind demnach Teenager, die in der Regel eher Spätaufsteher sind, aber früh in die Schule müssen. Die Forscher warnen: Im Laufe der Jahre habe sich der "soziale Jetlag" verschärft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)