11. Mai 2012
Viele Todesfälle bei Kindern könnten verhindert werden. Wie Wissenschaftler von WHO und Unicef im britischen Fachblatt "The Lancet" berichten, sterben zwei Drittel der Unter-fünfjährigen Opfer aufgrund vermeidbarer Infektionskrankheiten wie Masern, Lungenentzündung oder Durchfall.
Für diese Studie hatten die Forscher Daten aus insgesamt 193 Ländern ausgewertet. Weltweit sei die Kindersterblichkeit seit 2000 zwar um 26 Prozent zurückgegangen. Das sei jedoch wesentlich weniger, als sich die Vereinten Nationen in ihren Milleniumszielen vorgenommen hatten. Demnach sollte die Rate bis 2015 um zwei Drittel gesenkt werden.
Robert Black, einer der Autoren der Studie, erklärte, das Ziel sei erreichbar. Allerdings nur, wenn in den kommenden Jahren lebensrettende Interventionen für die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kleinkindern heraufgefahren würden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)