11. Mai 2012
Wegen seiner islamkritischen Texte ist er ins Visier radikaler Muslime geraten. Aber untertauchen will der Kölner Rapper Shahin Najafi trotz des Mordaufrufs eines iranischen Ajatollahs nicht. Im Deutschlandfunk sagte Najafi, das sei er als Künstler seinen Fans im Iran schuldig. Er räumte ein, Angst zu haben. Dennoch wolle er weiterhin auftreten, zumal er mit der Musik seinen Lebensunterhalt verdiene. Najafi erhält derzeit Polizeischutz.
Nach iranischen Medienangaben wurde die Fatwa mit der Begründung verhängt, dass der Musiker in einem seiner Texte den zehnten Imam der schiitischen Muslime beleidigt habe. Najafi war im Iran ein bekannter Untergrundmusiker und Menschenrechtsaktivist. Seit 2005 lebt er in Deutschland.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)