11. Mai 2012

Frankreich: Parkinson als Berufskrankheit von Bauern anerkannt

Schon vor drei Jahren hatten Studien einen Zusammenhang nahegelegt. Jetzt hat Frankreichs Regierung die Verbindung zwischen der Parkinson-Krankheit und der Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft auch offiziell anerkannt.

Agrarminister Bruno Le Maire unterzeichnete ein entsprechendes Dekret. Demnach wird die Krankheit anerkannt, wenn ein Bauer mindestens zehn Jahre lang den Unkrautvernichtsmitteln ausgesetzt gewesen und die Krankheit spätestens ein Jahr nach Ende der Verwendung ausgebrochen ist.

Das franzsösische Institut für Gesundheitsforschung von der Universität Pierre hatte im Jahr 2009 eine Studie dazu vorgelegt. Danach sind Landwirte, die Pestizide einsetzen, einem doppelt so hohen Risiko ausgesetzt, an Parkinson zu erkranken wie Berufskollegen, die auf solche chemischen Keulen verzichten. Zu einem gleichen Ergebnis gelangte eine US-amerikanische Studie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)