11. Mai 2012
Es ist giftig, sorgt für starres Lächeln in Hollywood-Gesichtern - und birgt Hoffnung für Migränepatienten. Das britische Nationalinstitut für Gesundheit und klinische Exzellenz hat den Weg frei gemacht für Botox als Migräne-Medikament. Im heute erschienenen Leitlinienentwurf heißt es, man empfehle eine solche Behandlung für schwere Fälle chronischer Migräne. Damit revidiert die Fachgesellschaft ihre Meinung: Im Februar hatte es von dort noch geheißen, es gebe zu wenig Beweise für die Wirksamkeit von Botox gegen Migräne.
Jetzt aber lässt sich der Präsident der britischen Kopfschmerz-Gesellschaft vom "Guardian" mit den Worten zitieren, Untersuchungen zeigten, dass das Nervengift die Krankheitstage deutlich reduzieren könne. Im Fall einer Zulassung bekämen Patienten auf Empfehlung ihres Arztes Injektionen in Kopf und Nacken.
Es wird erwartet, dass der nationale Gesundheitsdienst Großbritanniens der Empfehlung folgt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)