11. Mai 2012
In den USA können gleichgeschlechtliche Paare bereits in sechs Staaten und der Hauptstadt heiraten. Die "Washington Post" nimmt die öffentliche Stellungnahme von US-Präsident Barack Obama für die sogenannte Homo-Ehe zum Anlass, das Streben der Homosexuellen nach gesellschaftlicher Anerkennung nachzuzeichnen. Demnach kamen den Vorreitern der Schwulen- und Lesbenbewegung zunächst vor allem Gesetzeslücken zugute. Nachdem das ein Paar 1993 auf Hawaii genutzt hatte, beeilte sich der Bundesstaat, das Gesetz zu reformieren und gleichgeschlechtliche Ehen wieder zu verbieten. Das rief im ganzen Land Bewegungen für und gegen solche Initiativen auf den Plan. Den nächsten Sieg für die Befürworter markierte ein Gerichtsentscheid zehn Jahre später in Massachussetts: Dort erlaubte der Oberste Gerichtshof, dass Männer Männer und Frauen Frauen heiraten dürfen. Angestoßen hatte die Ehe-Debatte der Antrag eines schwulen Paars aus Minnesota 1970: Die Behörden lehnten das Gesuch damals ab und auch der Oberste Gerichtshof der USA sah keinen Grund, einzuschreiten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)