11. Mai 2012

Emotionaler Wortfilter im Gehirn wird bei Fremdsprachen aktiv

Britische Forscher haben einen emotionalen Sprachfilter im Gehirn entdeckt. Sie schreiben im "Journal of Neuroscience", er werde immer dann aktiv, wenn wir negativ besetzte Begriffe in unsere Muttersprache übertragen. Das, so wussten die Wissenschaftler aus früheren Studien, passiert immer dann, wenn mehrsprachige Menschen einen Text in ihrer Zweitsprache lesen - wenn auch unbewusst.

In ihrer neuen Studie wiesen sie nach, dass dieser Mechanismus bei negativ besetzten Begriffen unterdrückt wird. Für ihre Testreihe hatten sie die Hirnströme chinesischer Muttersprachler untersucht, während diese mit englischen Worten konfrontiert wurden, die in ihrer Muttersprache ähnlich klingen, aber unterschiedlich emotional besetzt sind. So bedeutet etwa "Shi Bai" "Versagen", "Shi Ren" dagegen "Poet".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)