14. Mai 2012
Es gibt Tausende von ihnen, aber sie befinden sich hunderte Meter unter der Meeresoberfläche und lassen sich deshalb nur schwer erforschen. Daher sind die Erkenntnisse über Untersee-Vulkane, die an Bord des deutschen Forschungsschiffes Sonne im Pazifik gewonnen wurden, eine Rarität. Die Wissenschaftler aus Oxford und vom Kieler GEOMAR-Zentrum vermaßen innerhalb von zwei Wochen mehrfach die Hänge des Vulkans Monowai zwischen Neuseeland und den Tonga-Inseln. Dabei stellten sie extreme Veränderungen fest.
Wie sie im Fachmagazin "Nature Geoscience" berichten, hatte sich in dieser kurzen Zeit an einer Flanke des Vulkans eine 18 Meter tiefe Senke gebildet. An einer anderen Stelle war der Vulkan um 72 Meter gewachsen. Außerdem war ein neuer, 40 Meter hoher Schlot entstanden.
Die Ozeanforscher schließen daraus, dass Untersee-Vulkane hundertmal dynamischer sind als bisher gedacht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)