14. Mai 2012

BASF-Personalchefin gegen gesetzliche Frauenquote

Sie ist eine der wenigen Frauen im Vorstand eines DAX-Konzerns. Magret Suckale ist Personalchefin bei BASF, dem weltweit größten Chemiekonzern. Die Managerin hat sich in der "Süddeutschen Zeitung" gegen eine gesetzliche Frauenquote ausgesprochen. Stattdessen sei eine Selbstverpflichtung der 30 Dax-Unternehmen der richtige Weg. Magret Suckale forderte, dass sich die Rahmenbedingungen verbessern müssten. So werde beispielsweise in Frankreich die Kinderbetreuung stärker gefördert.

Die Personalchefin rät Frauen, sich zu vernetzen und sich nicht auf einen Karriereplan festzulegen. Es sei besser, lieber mal auf einen Schritt nach oben zu verzichten, wenn man sich dadurch besser weiterentwickeln könne.

BASF hat nach eigenen Angaben derzeit etwa zehn Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt. Bis 2020 soll der Anteil auf 15 Prozent steigen. Das verteidigte Magret Suckale damit, dass es immer noch schwer sei, Frauen beispielsweise nach dem Studium für die Chemiebranche zu gewinnen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)