15. Mai 2012
Heute vor 40 Jahren feierten die Japaner die Rückgabe der Ryukyu-Inseln durch die US-Regierung. Die Inselkette zieht sich vom Süden Japans in einem Bogen bis nach Taiwan. Zunächst war sie ein eigenes Königreich, ab 1871 gehörte sie aber zu Japan.
Die Haupt-Insel Okinawa war Schauplatz einer großen Schlacht im Zweiten Weltkrieg. US-Soldaten besetzten sie Ende Juni 1945 nach monatelangen Kämpfen. Ursprünglich sollte Okinawa als Sprungbrett für eine Invasion der japanischen Hauptinseln dienen. Stattdessen beschlossen die USA die Atom-Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki, die zur Kapitulation Japans führten.
Während die alliierte Besatzung Gesamt-Japans bereits nach sieben Jahren endete, blieben die Ryukyu-Inseln noch zwanzig Jahre länger unter US-Treuhandschaft - bis zum 15. Mai 1972. Auch nach der Rückgabe behielten die Amerikaner dort eine große Militärbasis. Vor drei Wochen gaben sie jedoch bekannt, 9.000 Marines von Okinawa an andere Orte zu verlegen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)