15. Mai 2012

Neue WFP-Chefin Cousin: "Noch drei Wochen Zeit, um Hunger-Katastrophe in der Sahelzone zu

"Wir leben in einer großzügigen Welt."

Diese Meinung vertritt die neue Leiterin des Welternährungsprogramms der UNO, Ertharin Cousin mit Blick auf die Spendenbereitschaft für ihre Organisation. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" erklärt die Amerikanerin, dass Dürren und Missernten immer häufiger auftreten und absehbarer sind. Entscheidend sei es, rechtzeitig zu handeln. Dann könnten die Menschen für diese Dürren gewappnet sein.

Cousin geht davon aus, dass noch etwa drei Wochen Zeit bleiben, um eine neue Hungerkatastrophe in der Sahelzone verhindern zu können. Dafür fehlten aber noch 350 Millionen Dollar. Die Krise in der Region habe sich durch den Arabischen Frühling verschärft. Viele Menschen seien in Länder wie Mali, Niger und Burkina Faso zurückgekehrt, weil sie in Libyen keine Jobs mehr hätten. Generell sei es wichtig, nicht ständig laut Alarm zu geben, um die Spender nicht zu ermüden.

Cousin leitet das Welternährungsprogramm der UNO seit Anfang April. Das WFP gilt als weltgrößte humanitäre Organisation.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)